Gedanken zum Jahreswechsel….

Gedanken zum Jahreswechsel….

Kurz vor dem Jahreswechsel wird einem meist wieder bewusst wie schnell ein Jahr vorüber huscht. Gerade dann wird man oft nachdenklich, lässt das letzte Jahr Revue passieren und fasst sich Vorsätze für das neue, kommende Jahr. Da stelle auch ich keine Ausnahme dar.

Auch an mir ging das Jahr 2018 viel zu schnell vorüber; viel zu wenig Zeit für Familie aber auch das ein oder andere Projekt und Vorhaben. Trotz allem habe ich es scheinbar geschafft nunmehr über 100.000 mal den ein oder anderen mit dem was ich in meinem Blog veröffentlicht habe zu interessieren, vielleicht auch zu begeistern. Danke dafür! Am aller wichtigsten wäre mir wenn ich hin und wieder auch bei der Bereicherung des persönlichen Wissens eines Lesers hilfreich war.

Immer wieder kam es nach Veröffentlichungen in sozialen Medien auch zu Diskussionen über die Aussagen des Inhaltes der Artikel. Und dies ist gut so! Trotz aller Wichtigkeit von EBM ist auch persönliche Erfahrung und gutes klinisches Bauchgefühl immens wichtig; gerade in den Bereichen wo wir eben keine gute oder gar keine Evidenz haben. Und das sind in der Notfallmedizin nicht wenige Bereiche.

Allerdings würde ich mir für das kommende Jahr wünschen solche Diskussionen etwas sachlicher; weniger emotional und vor allem ohne Überheblichkeit anzugehen. Eine gute Erfahrung eines Einzelnen heißt nicht immer dass diese auch 100 %ig richtig sein muss; vor allem wenn eine vorhandene Evidenz in eine ganz andere Richtung deutet.

Darüber reden, diskutieren, seine Gedanken und Meinungen einbringen kann und soll man. Davon lebt diese Art der Fortbildung, des Wissenserwerbs. Keinesfalls aber sollte man versuchen seine Meinung anderen aufdiktieren zu wollen. Letztendlich muss jeder, nach weiterer wissenschaftlicher Recherche, für sich selbst entscheiden welche Handlung er übernimmt. Jeder muss es ja letztlich auch selbst verantworten; egal ob Arzt, Rettungsassistent oder Notfallsanitäter.

Wichtigster Grundsatz ist bei jedem Handeln sowie dessen daraus möglich resultierenden Folgen:

„Primum non nocere“

Manchmal ist in dem ein oder anderen Thread auch eine gewisser Anflug von Ignoranz gegenüber noch Neuem oder Unbekannten zu erkennen. Eine gesunde Skepsis gegenüber Neuem und noch nicht in den Leitlinien diktierten Maßnahmen ist immer angebracht; allerdings auch gegenüber den ein oder anderen Maßnahmen welche in Leitlinien stehen. Wissen, Konzepte und Therapien in der Medizin und gerade in der Notfallmedizin ändert sich so schnell und oft, dass wir es schwer haben auf dem Laufenden zu bleiben. Kommt uns also etwas „spanisch“ vor; gerne recherchieren. Man kann dabei unglaublich viel lernen. Allerdings sollte man auch vor Augen haben, dass es ohne dieses Neue und Experimentelle auf Grund von Gedankensprüngen und Versuchen auch keine neuen Erkenntnisse, Ergebnisse oder neue Leitlinien gäbe. Am Anfang steht immer eine neue Überlegung.

Aus diesen und noch einigen anderen Gründen wünschen ich allen Lesern eine entspannte Adventszeit, frohe Weihnachten und vor allem alles erdenklich Gute für das neue Jahr 2019!

Mögen wir alle einen Weg finden etwas mehr Zeit für Familie, Vorhaben und auch für das Lernen zu erschleichen. Offener für Neues zu sein, Erfahrungen und Meinungen auf Augenhöhe auszutauschen und vor allem miteinander (NA – RA/NotSan – Pflege) im Sinne unserer Patienten zu agieren.

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