Trauma – Netzwerke, Statistiken, Literatur

Trauma – Netzwerke, Statistiken, Literatur

Wer sich in Sachen Trauma etwas mehr Information gönnen möchte, dem ist mit einem Blick auf die ein oder andere Website welche sich mit dem Thema Trauma beschäftigt vielleicht etwas geholfen.

Das für Deutschland zuständige Traumanetzwerk ist das der DGU. Hier lassen sich unter anderem das „Weißbuch Schwerverletzenversorgung“ sowie Infos zu Versorgungsstandards als PDF abrufen. Eine Netzwerkkarte zeigt die Verteilung der lokal, regional sowie überregional zertifizierten Traumazentren an. Das Traumaregister der DGU gibt Auskunft über Zahlen im Zusammenhang mit Traumata. Ein Jahresbericht kann hier ebenso abgerufen werden wie aktuelle Publikationen in welche das Traumaregister involviert war; teilweise stehen diese als „open access“ Papers zur Verfügung.

Das in England angesiedelte TARN (Trauma Audit & Research Network) bietet auf seiner Website eine lange Liste interessanter Papers welche in Bezug zur Traumversorgung stehen. Auch hier steht der ein oder andere Artikel als „open access“ Version zum Download bereit. Ebenfalls in England verwurzelt ist die Organisation Trauma CareUK welche sich folgendes Ziel gesetzt hat: „Trauma Care aims to improve the outcome of the trauma victim by establishing best practice throughout the whole chain of care. We achieve this through education, research and publishing.“ Neben der Möglichkeit den Trauma Care Newsletter zu abonnieren, wird hier auch der Zugang zu kostenlosen Webinars gewährt. Eine CME Bescheinigung gibt es allerdings nur für Mitglieder dieser Organisation. Einmal jährlich wird die Trauma Care Conference veranstaltet welche, wenn man sich das Programm einmal so ansieht, sicherlich auch einen Besuch Wert wäre.

Ebenfalls interessant ist die Seite LateralTraumaPosition.org welche sich der Lagerung von Traumapatienten annimmt die nicht intubationspflichtig aber auch nicht gerade ein GCS von 15 aufweisen und / oder über Übelkeit und Erbrechen klagen. Bei genau denjenigen ist eine Rückenlagerung, wie ja eigentlich aus Gründen der Wirbelsäulenimmobilisation bisher immer gehandhabt, eventuell nicht gerade das Gelbe vom Ei. Die Seite bietet neben Researchartikeln zu diesem Thema auch Trainingsviedeos.

Die Junge Notfallmedizin Österreich (YEMA) hat eine wunderbare Infografik zum Thema Notfallthorakotomie erstellt. Diese steht kostenfrei zum Download bereit.

Infografik Notfallthorakotomie by YEMA

Die Notfallthorakotomie ist Bestandteil der derzeitigen AHA und ERC Guidelines im Bereich traumatischer Cardiac Arrest. Vor allem bei penetrierendem Trauma sehen die Outcomezahlen gar nicht so schlecht aus. Weitere Infos zu diesem Thema auch im Blogbeitrag „Lebensretter Teil II: Thorakotomie„.

Als eine etwas weniger invasive Alternative zur Thorakothomie (bei Blutungen unterhalb der Zwerchfellebene) steht seit einiger Zeit die „Resuscitative Endovascular Balloon Occlusion of the Aorta“ (REBOA) zur Verfügung bei welcher ein Katheter mit Ballon über die A. Femoralis in die Aorta eingeführt und der Ballon dort geblockt wird. Auf der Website Deployed Medicine steht ein Podcast zu diesem Thema zum Download zur Verfügung.

Wer Interesse an einem wirklich hervorragenden Trauma Kurs hat, sollte sich vielleicht einmal auf der Website von ATACC (Anaesthesia Trauma and Critical Care) umsehen. Neben den während des Kurses wirklich sehr realistischen Simulationstrainings dürfte wohl das für alle (nein, nicht nur Kursteilnehmer) kostenlos als PDF zur Verfügung stehende Kursbuch darstellen.

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Die Website mit dem Titel „Excellence in Prehospital Injury Care (EPIC)“ befasst sich ausführlich mit dem Thema des Schädel-Hirn Trauma (TBI) im präklinischen Szenario. Hier sind Literatur sowie Fortbildungsunterlagen und Webinars zu finden welche sich mit dieser Thematik beschäftigen.

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