Head up CPR – Ergebnisse aus Beobachtungsstudie

Head up CPR – Ergebnisse aus Beobachtungsstudie

Bereits im Januar 2017 hatte ich das Thema „head up CPR“ in dem Beitrag „HLW – in Zukunft erhobenen Hauptes?“ einmal thematisiert. Zu dieser Zeit gab es jedoch hierzu nur vereinzelte Daten aus Untersuchungen an Schweinen sowie Leichen.

Eine prospektive Beobachtungsstudie hat sich nun diesem Thema im realen Leben angenommen und vor allem auf die zeitliche Komponente bis zur Erhöhung des Oberkörpers bzw. deren Einfluss auf den Ausgang (ROSC) der CPR geschaut.

Hierbei wurden alle OHCA Typen mit einbezogen, also

  • VT
  • VF
  • PEA
  • Asystolie

Die Patienten wurden im Rahmen der CPR mit verschiedensten Kombinationen aus

  • ACD + ITD
  • mCPR + ITD
  • manueller CPR + ITD

jeweils unter Zuhilfenahme eines automated head up device (AHUP) versorgt. Nach Ausschluss wegen fehlender Zeitangaben wurden Daten von insgesamt 227 Patient*innen in diese Beobachtungsstudie aufgenommen.

Der Median zwischen Notruf und Beginn der CPR variierte bei den eingeschlossenen Rettungsdienstsystem zwischen 5,9 und 8,6 Minuten. Die Inbetriebnahme des AHUP Device zwischen 6,4 und 19 Minuten.

Alle zugrundeliegenden Rhythmen kombiniert verringerte sich im Zeitraum von 0-6 Minuten das Erreichen eines ROSC um jeweils 3,6 % je Minute Zeitverzögerung bis zur Anlage des AHUB Device.

Was sagt uns das nun….? (Achtung: eigene Meinung!)

Die Kombination aus ACD + ITD + HeadUp scheint tatsächlich einen positiven Einfluss zu haben wenn vor allem die Anlage des HeadUp Device zeitnah erfolgt. Der Einfluss auf ein letztendliches Überleben sowie dann auch Grad des neurologischen Outcome wurde nicht untersucht. Dies sollten jedoch bei Studien zur CPR grundsätzlich die gewählten Endpunkte sein. Auch muss bedacht werden, dass es sich um eine relativ kleine Patientenkohorte handelt und die Studie durch den Hersteller des AHUP Device finanziert wurde; den Link zum Hersteller findet ihr im Anhang. Wünschenswert wäre eine große randomisierte Studie mit Vergleich Anwendung ACD + ITD + AHUP zu nur ACD + ITD mit Endpunkt Einfluss auf neurologisches Outcome. Es bleibt also weiterhin spannend in Sachen CPR und bis dahin gilt: Das Einzige was wir sicher wissen ist, dass eine gute basis Reanimation sowie schnelle Defibrillation essentiell ist.


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