Englisch für Rettungsdienstler – really so important???

Englisch für Rettungsdienstler – really so important???

Um die Antwort vorweg zu nehmen, meiner Meinung nach JA! Und das hat verschiedene Gründe.

Englisch als eine der Weltsprachen kann bei der Kommunikation mit nicht deutschsprachigen Patienten unter Umständen immens hilfreich sein. Selbst wenn nicht unbedingt eine fließende Kommunikation zustande kommt so ist oftmals zumindest eine begrenzte Anamnese zu erheben sowie die durchführenden Maßnahmen in einem gewissen Rahmen zu erklären.

Aber auch im Rahmen der stetigen Fort- und Weiterbildung ist die englische Sprache mitunter sehr hilfreich und manchmal auch zwingend erforderlich. Will man sich nicht ausschließlich auf das ein oder andere deutsche Fachblatt konzentrieren sondern auch aktuelle Studien oder Guidelines zeitnah konsumieren so sind gewisse Englischkenntnisse unumgänglich. Die meisten großen Studien sowie auch viele Guidelines werden primär in Englisch veröffentlicht und erscheinen, wenn überhaupt, meist erst sehr zeitverzögert auf Deutsch.

Auch was den Bereich der sozialen Medien (SoMe) angeht ist man gut beraten Englischkenntnisse auf der Platte zu haben. Zum Thema FOAM in der Fort- und Weiterbildung gab es ja auch hier schon den ein oder anderen Beitrag, unter anderem…

Viele der hierin beschriebenen Möglichkeiten zu Lernen sind auf Englisch. Die deutschsprachige FOAM Gemeinde ist im Wachstum; wir arbeiten daran. Aber viele sehr interessante Artikel und Podcasts von hochkarätigen und sehr guten Kolleginnen und Kollegen sind nun leider nur auf Englisch abrufbar. Auch bei vielen sehr interessanten Kongressen, auch auf deutschem Boden, sind die Vorträge englischsprachig (in 2017 z. B. SMACC oder ERC Kongress).

Auch was die Kontaktaufnahme sowie den Erfahrungsaustausch unter Nutzung der SoMe angeht ist man mit Englischkenntnissen eben nicht nur auf den deutschsprachigen Raum beschränkt. Gerade Twitter bietet hier eine unglaubliche Möglichkeit weltweit eine Vielzahl von Kontakten zu generieren und Erfahrungen aus aller Herren Länder auszutauschen.

Wie aber komme ich zu ausreichend Englischkenntnissen? Mit Einführung der NotSan Ausbildung  wurde als Zugangsvoraussetzung u. a. die Mittlere Reife angesagt. Es ist also davon auszugehen dass die neuen Azubis zumindest mit einer gewissen Grundkenntnis dieser Fremdsprache in ihr zukünftiges Berufsleben starten. Wichtig ist nun vor allem diese Grundkenntnis nicht einschlafen zu lassen sondern weiter auszubauen. Die in der Ausbildung durchgeführte Schulung in Englisch, in Bayern z. b. 20 h im dritten Lehrjahr (1), kann allenfalls der Einführung ins medizinische Fachenglisch dienen. Aber keine Angst, auch im Englischen leiten sich die meisten Fachbegriffe vom Lateinischen ab und somit ist es auch keine Hexerei.

Möglichkeiten sein Grundverständnis in Englisch wachzuhalten bzw. aufzufrischen gibt es einige….

  • Abo einer englischsprachigen Fachzeitschrift für d. Rettungsdienst
  • Lesen von englischen Artikeln, Studien u. Guidelines (im WWW abrufbar)
  • Filme auf DVDs auch mal in Englisch genießen
  • Kurze Statements und Konversationen auf Twitter
  • …und gerne auch das Wörterbuch zu Rate ziehen

Als Highlight ist natürlich die Anwendung der Fremdsprache bei Konversationen zu nennen. Hier hilft nur über den Schatten zu springen und es zu probieren. Keiner verlangt ein lupenreines Oxford English… also einfach ran an die Sache nach dem Motto „use it or lose it“.

Wie steht ihr dazu? Lasst es mich wissen und hinterlasst Eure Meinung einfach als Kommentar.

So far and until next with a medical topic again…!


(1) Lehrplan für die Berufsfachschule für Notfallsanitäter. BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND KULTUS, WISSENSCHAFT UND KUNST

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